Schlechte Bildungsmöglichkeiten in Gelsenkirchen
„Wenn es in 54 vergleichbaren Städten in Deutschland ein besseres Lernklima gibt
als in Gelsenkirchen, dann, möchte man meinen, wäre es endlich einmal an der Zeit,
dass sich die Verantwortlichen in unserer Stadt zu ihrer Verantwortung bekennen
würden“, so kommentierte der Fraktionsvorsitzende der Bürgerbewegung PRO
NRW im Rat der Stadt Gelsenkirchen, Kevin Hauer, die Ergebnisse des „Deutschen
Lernatlasses 2011“ Gelsenkirchen hatte in der Studie hinsichtlich der Bedingungen
für „lebenslanges Lernen“ in der Kategorie vergleichbarer Städte den 55. Platz
belegt. Die Studie soll illustrieren, über welche Voraussetzungen eine Region
verfügen muss, um wirtschaftlich und sozial erfolgreich zu sein.
Statt Probleme anzupacken, so Hauer, werde auch in der Bildungspolitik alter Wein in neuen Schläuchen
verkauft: „Das Ziel linker Bildungspolitik ist sei über 40 Jahren die Einheitsschule. Dazu müssen die
Leistungsprofile auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zusammen gestutzt werden. Dass die CDU hier jetzt
noch mitmacht, zeigt, wie wichtig die bildungspolitische Opposition von PRO NRW ist. Ob man sie nun
Oberschule oder, wie jetzt in Hassel, Sekundarstufe nennt: Die vor allem durch mangelnde Integration von
muslimischen Zuwandererfamilien verursachten Probleme werden nicht dadurch gelöst, dass man der
Hauptschule einen vermeintlich schöneren Namen gibt.
Dass der Gelsenkirchener Bildungsdezernent Manfred Beck die Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung über die
Bewertung von Bildungsstandorten in einzelnen Elementen als ausgesprochen schwachsinnig abtut, bestätigt auf
traurige Art und Weise die Arbeit der Bildungsforscher. Es ist mehr als billig, den peinlichen 55. Platz mit einer
falschen Datenbasis entschuldigen zu wollen. Wer den Bildungsatlas aufmerksam liest, kann schnell erkennen,
dass die Erhebung absolut vergleichbar ist. Beck will von der katastrophalen Bildungspolitik ablenken, die uns in
die schwerste Schulkrise der deutschen Geschichte geführt hat.
PRO NRW steht mittlerweile als einzige Partei für ein gegliedertes, begabungsgerechtes Schulwesen. Und PRO
NRW mahnt, die versäumte Integration von Einwanderern endlich zum Thema zu machen. Die Entwicklung von
Parallelgesellschaften hat in den Schulen dazu geführt, dass Bildungsarbeit erst gar nicht mehr gemacht werden
kann. Hier ist ein Umsteuern dringend notwendig. Was Gelsenkirchen anbetrifft: Statt zu lamentieren, sollte Herr
Beck lieber seinen Hut nehmen und es vielleicht einmal mit einer Weiterbildung probieren.“
25.11.11